Mein Projekt

Das Projekt, in dem ich arbeite, nennt sich „Jilañataqui“ und ist eins von sieben Einrichtungen, die quer ueber die Stadt verteilt sind. Mein Projekt liegt in dem eher aermlichen Stadtteil „San Isidro“ und ist circa 35 Minuten per Minibus von Buenos Aires (Das Viertel, wo ich wohne), entfernt. Ganz praktisch ist, dass mich ein Minibus von dort bis zur Haustuer des Projektes faehrt.

Wie die meisten sozialen Projekte in La Paz kuemmert sich auch Jilañataqui um benachteiligte Kinder. In diesem Fall stammen die Kinder aus sozial schwachen Familien, die teilweise Gewalt erfuhren. Deswegen ist es umso wichtiger, sehr liebevoll und einfuehlsam mit ihnen umzugehen. Zu den taeglichen Aufgaben, die auf bestimmte Tage der Woche verteilt sind, gehoeren zum Beispiel Aufklaerung, Englisch-Unterricht, Malen oder Fussball spielen. Da das Niveau, auf dem in Bolivien in der Schule Englisch unterrichtet wird, sehr sehr niedrig ist, muss man hier fast bei null anfangen, was teilweise gar nicht so leicht ist.

Morgens sind nur wenige (circa 5-8) Jugendliche hier, die meistens ihre Hausaufgaben machen und falls sie Hilfe brauchen, helfe ich ihnen dabei. Nach dem Mittagessen kommen dann die juengeren (circa 4-10 jaehrige) aus der Schule und dann wird es ersteinmal laut. Insgesamt schreien dann hier 15-20 Kinder durch die Zimmer und sind fast immer alle gut drauf. Freitags wird hier dann gross geputzt, jeder packt mit an und hat seine Aufgabe, als Belohnung gehen wir dann gemeinsam in den Park und spielen Fussball.

Meine Co-Workerin heisst Rosmery und ist wirklich sehr nett. Eine Praktikantin hilft auch manchmal aus, sodass ich teilweise schon frueher gehen kann. Meine Arbeitszeiten sind montags bis freitags von 9-16 Uhr, ein ganz normaler Arbeitstag also.

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